AXIS M1124-E Network Camera

Über dieses Handbuch

Dieses Benutzerhandbuch beschreibt mehrere Produkte. Das bedeutet, dass Anweisungen enthalten sein können, die auf Ihr Produkt nicht zutreffen.

Produktübersicht

  1. Obere Abdeckung
  2. Frontfenster
  3. Netzwerk-Kamera
  4. Halterungsschraube (2x)
  5. Aufbohrungen für zusätzliche Kabellöcher
  6. Kabeldichtung
  7. Antikondensationsbeutel
  8. Sicherheitsdraht
  1. Zoomregler
  2. Fokusring
  3. Netzanschluss
  4. Steuertaste
  5. Netzwerk-Anschluss
  6. Netz-LED
  7. Status-LED
  8. Netzwerk-LED
  9. microSD-Karteneinschub
  10. Blendenanschluss
  11. E/A-Anschluss
  12. 1/4-Zoll-Schraubenloch

Installation

Installationsvideo für das Produkt.

Das Gerät im Netzwerk ermitteln

Mit AXIS IP Utility und AXIS Device Manager die Axis Geräte im Netzwerk ermitteln und ihnen unter Windows® IP-Adressen zuweisen. Beide Anwendungen sind kostenlos und können von axis.com/support heruntergeladen werden.

Weitere Informationen zum Zuweisen von IP-Adressen finden Sie unter Zuweisen von IP-Adressen und Zugreifen auf das Gerät.

Unterstützte Browser

Das Gerät kann mit den folgenden Browsern verwendet werden:

ChromeTM

Firefox®

EdgeTM

Safari®

Windows®

empfohlen

empfohlen

macOS®

empfohlen

empfohlen

Linux®

empfohlen

empfohlen

Andere Betriebssysteme

✓*

*TUm die Weboberfläche von AXIS OS mit iOS 15 oder iPadOS 15 zu verwenden, deaktivieren Sie unter Settings (Einstellungen) > Safari > Advanced (Erweitert) > Experimental Features (Experimentelle Funktionen) die Option NSURLSession Websocket.

Weitere Informationen zu empfohlenen Browsern finden Sie im AXIS OS Portal.

Auf das Gerät zugreifen

  1. Öffnen Sie einen Browser, und geben Sie die IP-Adresse oder den Hostnamen des Axis Geräts in die Adresszeile des Browsers ein.

    Verwenden Sie bei unbekannter IP-Adresse die AXIS IP Utility oder den AXIS Device Manager, um das Gerät im Netzwerk zu ermitteln.

  2. Den Benutzernamen und das Kennwort eingeben. Wenn dies der erste Zugriff auf das Gerät ist, muss zuerst das Root-Kennwort konfiguriert werden. Siehe Ein neues Kennwort für das Root-Konto festlegen.

  3. Die Live View-Seite öffnet sich im Browser.

Stellen Sie sicher, dass keiner die Firmware manipuliert hat.

  1. So stellen Sie sicher, dass das Gerät über seine ursprüngliche Firmware von Axis verfügt, bzw. übernehmen nach einem Sicherheitsangriff die volle Kontrolle über das Gerät:
  2. Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen. Siehe Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen.

    Nach dem Zurücksetzen gewährleistet Secure Boot den Status des Geräts.

  3. Konfigurieren und installieren Sie das Gerät.

Ein neues Kennwort für das Root-Konto festlegen

Wichtig

Der voreingestellte Benutzername für das Administratorkonto lautet root. Bei Verlust des Kennworts für das Benutzerkonto Root muss das Gerät auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt werden. Siehe Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen

Support-Tipp: Überprüfung der Kennwortsicherheit
  1. Geben Sie ein Kennwort ein. Befolgen Sie die Anweisungen zum Erstellen sicherer Kennwörter. Siehe Sichere Kennwörter.

  2. Geben Sie das Kennwort erneut ein, um die korrekte Zeichenfolge zu bestätigen.

  3. Create Login (Login erstellen) anklicken. Das Kennwort wurde konfiguriert.

Sichere Kennwörter

Wichtig

Das voreingestellte Kennwort wird vom Axis Gerät unverschlüsselt über das Netz gesendet. Um das Gerät zu schützen, nach dem ersten Anmelden eine sichere und verschlüsselte HTTPS-Verbindung einrichten und dann das Kennwort ändern.

Das Gerätekennwort ist der Hauptschutz für Ihre Daten und Dienste. Produkte von Axis geben keine Kennwortrichtlinien vor, da die Produkte unter den verschiedensten Bedingungen eingesetzt werden.

Doch zum Schutz Ihrer Daten empfehlen wir dringend:

  • Ein Kennwort zu verwenden, das aus mindestens acht Zeichen besteht, und das bevorzugt von einem Kennwortgenerator erzeugt wurde.

  • Das Kennwort geheimzuhalten.

  • Das Kennwort regelmäßig und mindestens jährlich zu ändern.

Weitere Einstellungen

Übersicht über die Webseite

  1. Steuerleiste der Live-Ansicht
  2. Live-Ansicht
  3. Produktname
  4. Benutzerinformationen, Farbthemen und Hilfe
  5. Videosteuerleiste
  6. Einstellungen umschalten
  1. Registerkarten für die Einstellungen

Benötigen Sie weitere Hilfe?

Die integrierte Hilfefunktion wird über die Gerätewebseite aufgerufen. Die Hilfefunktion bietet detaillierte Informationen zu Funktionsmerkmalen des Geräts und deren Einstellungen.

Bildqualität

Ausrichten der Kamera

  1. Um die Ansicht in Bezug auf einen Referenzbereich oder ein Referenzobjekt anzupassen, richten Sie die Kamera mithilfe der Nivellierhilfe mechanisch aus.
  2. Gehen Sie auf Einstellungen > System > Ausrichtung und klicken Sie auf .

  3. Richten Sie die Kamera mechanisch aus, bis die Position des Referenzbereichs oder des Objekts entsprechend der Nivellierhilfe ausgerichtet ist.

Auswählen des Belichtungsmodus

Die Kamera verfügt über verschiedene Belichtungsmodusoptionen, welche die Blendenöffnung, Verschlusszeit und Verstärkung anpassen, um die Bildqualität für bestimmte Überwachungsszenen zu verbessern. Settings > Image > Exposure (Einstellungen > Bild > Belichtung) aufrufen und zwischen folgenden Belichtungsmodi wählen:

    Bei schlechten Lichtverhältnissen im Nachtmodus von Infrarotlicht profitieren

    Ihre Kamera nutzt das sichtbare Licht, um tagsüber Farbbilder zu liefern. Wenn das verfügbare Licht schwindet, kann die Kamera automatisch in den Nachtmodus versetzt werden, bei dem die Kamera sowohl sichtbares Licht als auch Nah-Infrarotlicht verwendet, um Schwarzweißbilder zu liefern. Weil die Kamera dadurch mehr verfügbares Licht verwendet, kann Sie hellere und detailliertere Bilder liefern.

    1. Gehen Sie zu Einstellungen > Bild > Tag und Nacht und stellen Sie den IR-Sperrfilter auf Auto.

    Bildrauschen bei schwachem Licht verringern

    Um Rauschen bei dunklen Lichtbedingungen zu verringern, können Sie eine oder mehrere der folgenden Einstellungen vornehmen:

    • Den Kompromiss zwischen Rauschen und Bewegungsunschärfe einregeln. Settings > Image > Exposure (Einstellungen > Bild > Belichtung) aufrufen und den Schieberegler Blur-noise trade-off (Kompromiss Rauschen zu Bewegungsunschärfe) in Richtung Low noise (Geringes Rauschen) schieben.

    • Hinweis

      Eine längere Verschlusszeit kann Bewegungsunschärfe verursachen.

    • Um die Verschlusszeit zu verlängern, die maximale Verschlusszeit auf den höchstmöglichen Wert einstellen.

    • Die Bildschärfe verringern.

    • Die Blende öffnen.

    Reduzieren der Bewegungsunschärfe bei schlechten Lichtverhältnissen

    • Durch folgende Einstellungen unter Settings > Image > Exposure (Einstellungen > Bild > Belichtung) lässt sich die Bewegungsunschärfe bei schwachem Licht verringern:
    • Bewegen Sie den Schieberegler Blur-noise trade-off (Balance zwischen Bewegungsunschärfe und Rauschen) zur Position Low motion blur (Bew.-Unschärfe).

    • Hinweis

      Wenn Sie die Verstärkung erhöhen, verstärkt sich das Bildrauschen.

    • Stellen Sie unter Max shutter (Maximierte Verschlusszeit) eine kürzere Zeit und unter Max gain (Maximierte Verstärkung) einen höheren Wert ein.

    • Falls weiterhin Probleme hinsichtlich Bewegungsunschärfe auftreten:
    • Erhöhen Sie die Lichtstärke in der Szene.

    • Positionieren Sie die Kamera so, dass sich die Objekte nicht seitwärts bewegen, sondern entweder auf die Kamera zu oder von ihr weg.

    Szenen mit starkem Gegenlicht bearbeiten

    Der Lichtstärkebereich eines Bildes wird als Dynamikbereich (Dynamic Range) bezeichnet. Der Unterschied in der Lichtstärke des dunkelsten und des hellsten Bereichs kann stark ausgeprägt sein. Im Ergebnis sind dann lediglich die dunklen oder die hellen Bereiche sichtbar. Wide Dynamic Range (WDR) macht sowohl dunkle als auch helle Bereiche des Bildes sichtbar.

    Bild ohne WDR.
    Bild mit WDR.
    Hinweis
    • WDR kann Artefakte im Bild verursachen.
    • WDR steht möglicherweise nicht für jeden Aufnahmemodus zur Verfügung.
    1. Gehen Sie auf Settings > Image > Wide dynamic range (Einstellungen > Bild > Wide Dynamic Range).

    2. Schalten Sie WDR ein.

    3. Verwenden Sie den Schieber Local contrast (Lokaler Kontrast), um die Stärke von WDR einzustellen.

    4. Wenn weiterhin Probleme auftreten, navigieren Sie zu Exposure (Belichtung) und passen Sie Exposure zone (Belichtungsbereich) an, um den ausgewählten Bereich abzudecken.

    Mehr über WDR und seine Einsatzmöglichkeiten erfahren Sie auf axis.com/web-articles/wdr.

    Überwachen Sie lange und schmale Bereiche

    Verwenden Sie das Corridor Format und erfassen Sie somit das Sichtfeld von langen und schmalen Räumen wie Treppenhäusern, Korridoren, Straßen und Tunneln besser.

    1. Drehen Sie je nach Gerät die Kamera oder das 3-Achsen-Objektiv in der Kamera um 90° oder 270°.

    2. Wenn das Gerät die Ansicht nicht automatisch dreht, melden Sie sich auf der Webseite an und wechseln Sie zu Settings (Einstellungen) > System > Orientation (Ausrichtung).

    3. Klicken Sie auf .

    4. Drehen Sie die Ansicht um 90° oder 270°.

    Weitere Informationen finden Sie auf axis.com/axis-corridor-format.

    Überprüfen der Pixelauflösung

    Überprüfen Sie mithilfe des Pixelzählers, ob ein definierter Teil des Bilds genügend Pixel enthält, um z. B. das Gesicht einer Person zu erkennen.

    1. Gehen Sie auf Einstellungen > System > Ausrichtung.

    2. Klicken Sie auf .

    3. Passen Sie in der Live-Ansicht der Kamera Größe und Position des Rechtecks um den ausgewählten Bereich herum an, z. B. dort, wo die Gesichter von Passanten voraussichtlich erscheinen werden.

      Sie können die Pixelanzahl für jede Seite des Rechtecks (X und Y) sehen und entscheiden, ob die Werte für Ihre Anforderungen ausreichen.

    Überprüfen der Pixelauflösung

    Überprüfen Sie mithilfe des Pixelzählers, ob ein definierter Teil des Bilds genügend Pixel enthält, um z. B. ein Autokennzeichen zu erkennen.

    1. Gehen Sie zu Einstellungen > System > Ausrichtung.

    2. Klicken Sie auf .

    3. Passen Sie in der Live-Ansicht der Kamera Größe und Position des Rechtecks um den ausgewählten Bereich herum an, z. B. dort, wo Autokennzeichen voraussichtlich erscheinen werden.

      Sie können die Pixelanzahl für jede Seite des Rechtecks (X und Y) sehen und entscheiden, ob die Werte für Ihre Anforderungen ausreichen.

    Sichtbereich

    Ein Sichtbereich ist ein ausgeschnittener Teil der Gesamtansicht. Um den Bedarf an Bandbreite und Speicherplatz zu minimieren, können Sie anstelle der vollständigen Ansicht Sichtbereiche streamen und speichern. Wenn Sie PTZ für einen Sichtbereich aktivieren, können Sie darin schwenken, neigen und zoomen. Mit Sichtbereichen können Sie Teile der Vollansicht entfernen, z. B. den Himmel.

    Für das Einrichten eines Sichtbereichs empfehlen wir, die Auflösung des Videostreams höchstens auf die Größe des Sichtbereichs einzustellen. Wenn die Auflösung des Videostreams auf einen höheren Wert als die Größe des Sichtbereichs eingestellt wird, wird das Video nach der Aufnahme mit dem Sensor digital vergrößert. Dies erfordert eine größere Bandbreite, ohne dass weitere Bildinformationen hinzukommen.

    Privatzonenmasken

    Eine Privatzonenmaske ist ein benutzerdefinierter Bereich, mit dem das Anzeigen von Teilen des überwachten Bereichs durch Benutzer verhindert wird. Privatzonenmasken werden im Videostream als nicht transparente Farbflächen oder als verschwommene Bildelemente angezeigt.

    Die Privatzonenmaske wird auf bzw. in allen Schnappschüssen, aufgezeichneten Videos und Live-Videostreams angezeigt.

    Mit der VAPIX® Application Programming Interface (API) können Sie die Privatzonenmasken deaktivieren.

    Wichtig

    Wenn Sie mehrere Privatzonenmasken nutzen, beeinträchtigt dies möglicherweise die Leistung des Produkts.

    Teile des Bildes mit Privatzonenmasken verbergen

    Sie können eine oder mehrere Privatzonenmasken erstellen, um Teile des Bilds auszublenden.

    So erstellen Sie Privatzonenmasken
    1. Gehen Sie auf Einstellungen > Privatzonenmaske.

    2. Klicken Sie auf Neu.

    3. Passen Sie die Größe, Farbe und den Namen der Privatzonenmaske entsprechend Ihren Anforderungen an.

    So ändern Sie das Erscheinungsbild der Maske

    Overlays

    Overlays werden über den Videostream gelegt. Sie werden verwendet, um weitere Informationen wie etwa Zeitstempel anzuzeigen, oder auch beim Installieren und Konfigurieren des Produkts. Sie können entweder Text oder ein Bild hinzufügen.

    Ein Text-Overlay im Videostream anzeigen, wenn das Gerät Bewegung erkennt.

    Dieses Beispiel erläutert, wie der Text „Bewegung erkannt“ sich anzeigen lässt, wenn die Kamera eine Bewegung erkennt.

    So lässt sich ein Text-Overlay anzeigen, wenn die Kamera eine Bewegung entdeckt

    Stellen Sie sicher, dass die Anwendung AXIS Video Motion Detection ausgeführt wird:

    1. Gehen Sie auf Settings > Apps (Einstellungen > Apps) > AXIS Video Motion Detection.

    2. Wenn die Anwendung noch nicht ausgeführt wird, starten Sie sie.

    3. Stellen Sie sicher, dass die Anwendung gemäß Ihren Wünschen eingerichtet ist.

    4. Overlay-Text hinzufügen:
    5. Gehen Sie auf Einstellungen > Overlay.

    6. Geben Sie #D in das Textfeld ein.

    7. Wählen Sie die Textgröße und Darstellung aus.

    8. Eine Regel erstellen:
    9. Gehen Sie auf System > Events > Rules (System > Ereignisse > Regeln) und fügen Sie eine Regel hinzu.

    10. Geben Sie einen Namen für die Regel ein.

    11. Wählen Sie aus der Liste der Bedingungen Axis Videobasierte Bewegungserkennung aus.

    12. Wählen Sie aus der Liste mit Aktionen die Option Use overlay text (Overlay-Text verwenden) aus.

    13. Wählen Sie Camera 1 (Kamera 1) aus.

    14. Geben Sie „Bewegung erkannt“ ein.

    15. Legen Sie die Dauer fest.

    16. Klicken Sie auf Save (Speichern).

    Schwenken, Neigen und Zoomen (SNZ)

    Schwenk-, Neige- und Zoombewegungen limitieren

    Wenn es Teile der Szene gibt, die von der Kamera nicht erreicht werden sollen, können Sie die Bewegungen für Schwenken, Neigen und Zoomen einschränken. Sie möchten beispielsweise die Privatsphäre von Bewohnern in einem Apartmentgebäude schützen, das sich in der Nähe eines zu überwachenden Parkplatzes befindet. Um die Bewegungen zu begrenzen, gehen Sie auf Settings > PTZ > Limits (Einstellungen > SNZ > Grenzen).

    Über die Horizontlinie blicken

    In einigen Fällen möchten Sie möglicherweise über die standardmäßige obere Neigungsgrenze blicken, um über die Horizontlinie zu blicken.

    1. Gehen Sie zu Settings > PTZ > Limits (Einstellungen > PTZ > Grenzen)

    2. Legen Sie die obere Grenze auf den Maximalwert fest und klicken Sie auf Save (Speichern).

    Rundgangüberwachungen

    Eine Rundgangüberwachung zeigt den Videostream aus unterschiedlichen voreingestellten Positionen an. Dies kann entweder in einer vorher festgelegten oder in zufälliger Reihenfolge und für konfigurierbare Zeiträume geschehen. Eine gestartete Rundgangüberwachung wird so lange fortgesetzt, bis sie angehalten wird. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie über Clients (Web Browser) wiedergegeben wird oder nicht.

    Eine Rundgangüberwachung mit voreingestellten Positionen erstellen

    Eine Rundgangüberwachung zeigt den Videostream aus unterschiedlichen voreingestellten Positionen an. Dies kann entweder in einer vorher festgelegten oder in zufälliger Reihenfolge und für konfigurierbare Zeiträume geschehen.

    1. Rufen Sie Settings > PTZ > Guard tours (Einstellungen > SNZ > Rundgangüberwachungen) auf.

    2. Klicken Sie auf +.

    3. Klicken Sie auf , um die Eigenschaften der Rundgangüberwachung zu bearbeiten.

    4. Geben Sie einen Namen für die Rundgangüberwachung ein und geben Sie die Pausendauer zwischen zwei Rundgängen in Minuten an.

    5. Soll die Rundgangüberwachung die voreingestellten Positionen in zufälliger Reihenfolge durchlaufen, die Option Zufällig aktivieren.

    6. Fertig anklicken.

    7. Gewünschte voreingestellte Positionen der Rundgangüberwachung durch Anklicken von Hinzufügen hinzufügen.

    8. Klicken Sie auf Done (Fertig), um die Einstellungen der Rundgangüberwachung zu verlassen.

    9. Um einen Zeitplan für die Rundgangüberwachung einzurichten, gehen Sie auf System > Events (System > Ereignisse).

    Streaming und Speicher

    Videokomprimierungsformate

    Die Wahl des Komprimierungsverfahrens richtet sich nach den Wiedergabeanforderungen und den Netzwerkeigenschaften. Folgende Optionen stehen zur Verfügung:

    Motion JPEG

    Motion JPEG oder MJPEG ist eine digitale Videosequenz, die aus einer Reihe von einzelnen JPEG-Bildern erstellt wird. Diese Bilder werden mit einer Bildrate dargestellt und aktualisiert, die ausreicht, um einen ständig aktualisierten Videostream wiederzugeben. Um für das menschliche Auge Videobewegung darzustellen, muss die Bildrate mindestens 16 Bilder pro Sekunde betragen. Video wird bei 30 (NTSC) oder 25 (PAL) Bildern pro Sekunde als vollbewegt wahrgenommen.

    Ein Videostream des Typs Motion JPEG erfordert erhebliche Bandbreite, liefert jedoch ausgezeichnete Bildqualität und ermöglicht Zugriff auf jedes einzelne Bild des Videostreams.

    H.264 oder MPEG-4 Part 10/AVC

    Hinweis

    H.264 ist eine lizenzierte Technologie. Das Axis Produkt beinhaltet eine Lizenz zur Wiedergabe von H.264. Die Installation weiterer nicht lizenzierter Kopien des Clients ist untersagt. Für den Erwerb weiterer Lizenzen wenden Sie sich bitte an Ihren Axis Händler.

    Mit H.264 kann die Größe einer digitalen Videodatei ohne Beeinträchtigung der Bildqualität im Vergleich zum Format Motion JPEG um mehr als 80 % und im Vergleich zum älteren MPEG-Formaten um mehr als 50 % reduziert werden. Das bedeutet weniger Bandbreite und Speicherplatz für eine Videodatei. Anders ausgedrückt: Bei einer bestimmten Bitrate kann eine höhere Videoqualität erzielt werden.

    Reduzieren Sie Bandbreite und Speicher.

    Wichtig

    Eine geringere Bandbreite kann zum Verlust von Bilddetails führen.

    1. Wechseln Sie zur Live-Ansicht und wählen Sie H.264 aus.

    2. Rufen Sie Settings > Stream (Einstellungen > Videostream)auf.

    3. Ändern Sie eine oder mehrere der folgenden Einstellungen:

      • Aktivieren Sie die Zipstream-Funktion und wählen Sie das gewünschte Level.

      • Aktivieren Sie dynamisches GOP und wählen Sie einen großen Wert für die GOP-Länge.

      • Erhöhen Sie die Komprimierung.

      • Aktivieren Sie dynamische FPS (Bildrate).

    Bitratensteuerung

    Die Bitratensteuerung hilft Ihnen bei der Verwaltung der Bandbreitennutzung Ihres Videostreams.

    Variable Bitrate (VBR)
    Mit variabler Bitrate können Sie den Bandbreitenverbrauch je nach Aktivitätslevel in der Szene ändern. Je mehr Aktivität stattfindet, desto mehr Bandbreite ist erforderlich. Mit der variablen Bitrate ist eine konstante Bildqualität garantiert, wobei jedoch sichergestellt sein muss, dass Speichermargen vorhanden sind.

    Maximale Bitrate (MBR)
    Mit maximaler Bitrate können Sie eine Zielbitrate einstellen, um die Bitratenbeschränkungen in Ihrem System einzubeziehen. Möglicherweise wird die Bildqualität oder die Bildrate verringert, da die augenblickliche Bitrate unterhalb der angegebenen Zielbitrate gehalten wird. Sie können festlegen, ob die Bildqualität oder die Bildrate priorisiert werden soll. Wir empfehlen Ihnen, die Zielbitrate auf einen höheren Wert als die erwartete Bitrate zu konfigurieren. Dadurch haben Sie einen Spielraum, wenn sich das Aktivitätsniveau in der Szene erhöht.

    1. Zielbitrate

    Durchschnittliche Bitrate (ABR)
    Bei durchschnittlicher Bitrate wird die Bitrate automatisch über einen längeren Zeitraum angepasst. Dadurch können Sie das angegebene Ziel erfüllen und die beste Videoqualität auf Grundlage Ihres verfügbaren Speichers bereitstellen. Im Vergleich zu statischen Szenen ist die Bitrate in Szenen mit viel Aktivität höher. In Szenen mit viel Aktivität erhalten Sie mit der Option „durchschnittliche Bitrate” eher eine bessere Bildqualität. Sie können den erforderlichen Gesamtspeicher für die Speicherung des Videostreams für eine festgelegte Zeitspanne (Vorhaltezeit) festlegen, wenn die Bildqualität auf die angegebene Zielbitrate eingestellt wird. Stellen Sie die durchschnittliche Bitrate auf folgende Arten ein:

    • Um den geschätzten Speicherbedarf zu berechnen, stellen Sie die Zielbitrate und die Aufbewahrungszeit ein.

    • Um die durchschnittliche Bitrate auf Grundlage des verfügbaren Speichers und der erforderlichen Aufbewahrungszeit zu berechnen, verwenden Sie den Zielbitratenrechner.

      1. Zielbitrate
      2. Tatsächliche durchschnittliche Bitrate
    • Sie können auch die maximale Bitrate aktivieren und innerhalb der durchschnittlichen Bitrate eine Zielbitrate festlegen.
      1. Zielbitrate
      2. Tatsächliche durchschnittliche Bitrate

    Einrichtung eines Netzwerk-Speichers

    1. Um Aufzeichnungen im Netzwerk zu speichern, müssen Sie Ihren Netzwerk-Speicher einrichten.
    2. Gehen Sie auf Einstellungen > System > Speicher.

    3. Klicken Sie auf Setup unter Netzwerk-Speicher.

    4. Geben Sie die IP-Adresse des Host-Servers an.

    5. Den Namen des freigegebenen Speicherorts auf dem Host-Server eingeben.

    6. Bewegen Sie den Schalter, wenn die Netzwerk-Freigabe eine Anmeldung benötigt, und geben Sie den Benutzernamen und das Kennwort ein.

    7. Klicken Sie auf Connect (Verbinden).

    Wie stehen Bild-, Videostream- und Videostream-Profileinstellungen miteinander in Beziehung?

    Die Registerkarte Image (Bild) enthält Kameraeinstellungen, die alle Videostreams des Produkts betreffen. Wenn Sie etwas auf dieser Registerkarte ändern, wirkt sich dies sofort auf alle Videoströme und Aufzeichnungen aus.

    Die Registerkarte Stream (Videostream) enthält Einstellungen für Videostreams. Diese Einstellungen erhalten Sie, wenn Sie einen Videostream vom Produkt anfordern und keine Beispielauflösung oder Bildrate angeben. Wenn Sie die Einstellungen auf der Registerkarte Stream (Videostream) ändern, wirkt sich dies nicht auf laufende Videostreams aus, wird jedoch beim Starten eines neuen Videostreams wirksam.

    Die Einstellungen der Stream profiles (Videostream-Profile) überschreiben die Einstellungen auf der Registerkarte Stream (Videostream). Wenn Sie einen Videostream mit einem bestimmten Videostream-Profil anfordern, enthält der Videostream die Einstellungen dieses Profils. Wenn Sie einen Videostream anfordern, ohne ein Videostream-Profil anzugeben, oder ein Videostream-Profil anfordern, das im Produkt nicht vorhanden ist, enthält der Videostream die Einstellungen der RegisterkarteStream (Videostream).

    Video aufzeichnen und ansehen

    Um Video aufzeichnen zu können, muss zuerst der Netzwerk-Speicher eingerichtet (siehe Einrichtung eines Netzwerk-Speichers) oder eine SD-Karte installiert werden.

    1. Video aufzeichnen
    2. Die Live-Ansicht aufrufen.

    3. Um eine Aufzeichnung zu starten, Record (Aufzeichnen) anklicken. Um den Aufzeichnungsvorgang zu stoppen, erneut anklicken.

    1. Video ansehen
    2. Klicken Sie auf Storage > Go to recordings (Speicher > Zu Aufzeichnungen gehen).

    3. Eine Aufzeichnung aus der Liste wählen und es wird automatisch abgespielt.

    Ereignisse

    Einrichten von Regeln für Ereignisse

    Es können Regeln erstellt werden, damit das Gerät beim Auftreten bestimmter Ereignisse eine Aktion ausführt. Eine Regel besteht aus Bedingungen und Aktionen. Die Bedingungen können verwendet werden, um die Aktionen auszulösen. Beispielsweise kann das Gerät beim Erfassen einer Bewegung eine Aufzeichnung starten, eine E-Mail senden oder während der Aufzeichnung einen Overlay-Text anzeigen.

    Weitere Informationen finden Sie in unserer Anleitung Erste Schritte mit Regeln für Ereignisse.

    Lösen Sie eine Aktion aus

    1. Um eine Aktionsregel einzurichten, Settings > System > Events (Einstellungen > System > Ereignisse) aufrufen. Die Regel legt fest, wann das Gerät bestimmte Aktionen durchführt. Regeln können eingerichtet werden als: geplant, wiederkehrend oder zum Beispiel auch als durch Bewegungserkennung ausgelöst.

    2. Wählen Sie die Condition (Bedingung) aus, die erfüllt sein muss, um die Aktion auszulösen. Wenn für die Regel mehrere Bedingungen definiert werden, müssen zum Auslösen der Aktion alle Bedingungen erfüllt sein.

    3. Wählen Sie, welche Aktion das Gerät bei erfüllten Bedingungen durchführen soll.

    Hinweis

    Damit Änderungen an einer aktiven Aktionsregel wirksam werden, müssen Sie die Regel neu starten.

    Video aufzeichnen, wenn die Kamera eine Bewegung entdeckt

    Dieses Beispiel erläutert, wie die Kamera einzurichten ist, damit 5 Sekunden vor der Bewegungserkennung eine Aufzeichnung, die auf der SD-Karte gespeichert wird, startet und eine Minute danach stoppt.

    So wird ein Videostream aufgezeichnet, wenn die Kamera eine Bewegung erkennt
    1. Stellen Sie sicher, dass die Anwendung AXIS Video Motion Detection ausgeführt wird:
    2. Gehen Sie auf Einstellungen > Apps > AXIS Video Motion Detection.

    3. Wenn die Anwendung noch nicht ausgeführt wird, starten Sie sie.

    4. Stellen Sie sicher, dass die Anwendung gemäß Ihren Ansprüchen eingerichtet ist. Falls Sie Hilfe benötigen, konsultieren Sie bitte das Benutzerhandbuch für AXIS Video Motion Detection 4

    1. Eine Regel erstellen:
    2. Gehen Sie auf Settings > System > Events (Einstellungen > System > Ereignisse) und fügen Sie eine Regel hinzu.

    3. Geben Sie einen Namen für die Regel ein.

    4. Wählen Sie aus der Liste der Bedingungen unter Application (Anwendung)die Option AXIS Video Motion Detection (VMD).

    5. Wählen Sie aus der Liste der Aktionen unter Recordings (Aufzeichnungen) die Option Record video while the rule is active (Video aufzeichnen, während die Regel aktiv ist) aus.

    6. Wählen Sie ein vorhandenes Videostream-Profil oder erstellen Sie ein neues.

    7. Stellen Sie die Vorpufferzeit auf 5 Sekunden ein.

    8. Stellen Sie die Pufferzeit für Nachalarmbilder auf 60 Sekunden ein.

    9. Wählen Sie aus der Liste der Speicheroptionen SD card (SD-Karte) aus.

    10. Klicken Sie auf Save (Speichern).

    Aufzeichnen eines Videos bei Erfassung einer Bewegung durch einen PIR-Melder

    In diesem Beispiel wird erläutert, wie Sie einen Axis PIR-Melder an die Kamera anschließen und die Kamera so einrichten, dass die Aufzeichnung beginnt, wenn der Melder eine Bewegung misst.

    • Erforderliche Hardware
    • Dreiadriges Kabel (Masse, Stromversorgung, E/A)

    • Axis PIR-Melder

    HINWEIS

    Trennen Sie die Kamera von der Stromversorgung, bevor Sie die Kabel anschließen. Schließen Sie die Stromversorgung wieder an, sobald alle Kabel angeschlossen sind.

    1. Schließen Sie die Kabel an den E/A-Anschluss der Kamera an.
    2. Hinweis

      Informationen zum E/A-Anschluss finden Sie unterAnschlüsse.

    3. Schließen Sie das Erdungskabel an Kontakt 1 (GND/-) an.

    4. Schließen Sie das Netzkabel an Kontakt 2 (12-V-Gleichstromausgang) an.

    5. Schließen Sie das E/A-Kabel an Kontakt 3 (E/A-Eingang) an.

    1. Anschließen des Kabels an den E/A-Anschluss des PIR-Melders
    2. Schließen Sie das andere Ende des Erdungskabels an Kontakt 1 (GND/-) an.

    3. Schließen Sie das andere Ende des Stromkabels an Kontakt 2 (Gleichstromeingang/+) an.

    4. Schließen Sie das andere Ende des E/A-Kabels an Kontakt 3 (E/A-Ausgang) an.

    1. Konfigurieren des E/A-Ports auf der Webseite der Kamera
    2. Rufen Sie Settings > System (Einstellungen > System) > I/O-Ports (E/A-Ports) auf.

    3. Geben Sie dem Eingangsmodul einen aussagekräftigen Namen.

    4. Wählen Sie im Aufklappmenü die Option Closed circuit (Geschlossener Schaltkreis) aus, damit der PIR-Melder ein Signal an die Kamera sendet, wenn er eine Bewegung misst.

    Damit die Kamera die Aufzeichnung startet, wenn sie ein Signal vom PIR-Melder empfängt, müssen Sie auf der Webseite der Kamera eine Regel erstellen.

    Die Kamera auf eine voreingestellte Position lenken, wenn die Kamera eine Bewegung entdeckt

    Dieses Beispiel erläutert, wie die Kamera eingestellt wird, damit Sie zu einer voreingestellten Position geht, wenn sie eine Bewegung in dem Bild erkennt.

    1. Stellen Sie sicher, dass die Anwendung AXIS Video Motion Detection läuft:
    2. Gehen Sie auf Settings > Apps (Einstellungen > Apps) > AXIS Video Motion Detection.

    3. Wenn die Anwendung noch nicht ausgeführt wird, starten Sie sie.

    4. Stellen Sie sicher, dass die Anwendung gemäß Ihren Ansprüchen eingerichtet ist. Falls Sie Hilfe benötigen, konsultieren Sie bitte das Benutzerhandbuch für AXIS Video Motion Detection 4

    Hinzufügen einer voreingestellten Position:

    Gehen Sie zu Settings > PTZ (Einstellungen > PTZ) und stellen Sie ein, wo die Kamera hingelenkt werden soll, indem Sie eine voreingestellte Position einrichten.

    1. Eine Regel erstellen:
    2. Gehen Sie auf Settings > System (Einstellungen > System) > Events > Rules (Ereignisse > Regeln) auf und fügen Sie eine Regel hinzu.

    3. Geben Sie einen Namen für die Regel ein.

    4. Wählen Sie aus der Liste von Bedingungen eine Bedingung für Videobewegungserkennung unter Application (Anwendung) aus.

    5. Wählen Sie aus der Liste der Aktionen die Option Go to preset position (Auf voreingestellte Position gehen)aus.

    6. Wählen Sie die voreingestellte Position, zu der die Kamera gehen soll.

    7. Klicken Sie auf Save (Speichern).

    Automatisch eine E-Mail senden, wenn jemand Farbe auf das Objektiv sprüht.

    So erhalten Sie automatisch eine E-Mail-Benachrichtigung, wenn jemand Farbe auf das Objektiv sprüht
    1. Gehen Sie auf Einstellungen > System > Melder.

    2. Aktivieren Sie den Auslöser bei dunklen Bildern. Dies löst einen Alarm aus, wenn das Objektiv besprüht, abgedeckt oder stark defokussiert wird.

    3. Legen Sie eine Dauer für den Trigger after (Auslöser danach) fest. Der Wert gibt die Zeit an, die vergehen muss, bevor eine E-Mail gesendet wird.

    1. Eine Regel erstellen:
    2. Gehen Sie auf Settings > System > Events > Rules (Einstellungen > System > Ereignisse > Regeln) und fügen Sie eine Regel hinzu.

    3. Geben Sie einen Namen für die Regel ein.

    4. Wählen Sie aus der Liste der Bedingungen Tampering (Manipulation) aus.

    5. Wählen Sie in der Aktionsliste Send notification to email (Benachrichtigung an E-Mail senden) aus.

    6. Wählen Sie einen Empfänger aus der Liste oder rufen Sie Recipients (Empfänger) auf, um einen neuen Empfänger zu erstellen.

      Klicken Sie zum Erstellen eines neuen Benutzers auf . Klicken Sie auf , um einen vorhandenen Empfänger zu kopieren.

    7. Geben Sie einen Betreff und eine Nachricht für die E-Mail ein.

    8. Klicken Sie auf Save (Speichern).

    Anwendungen

    Anwendungen

    Die AXIS Camera Application Platform (ACAP) ist eine offene Plattform, die es anderen Anbietern ermöglicht, Analysefunktionen und andere Anwendungen für Axis Produkte zu entwickeln. Weitere Informationen zu verfügbaren Anwendungen, Downloads, Testversionen und Lizenzen finden Sie auf axis.com/applications.

    Benutzerhandbücher zu Axis Anwendungen finden Sie auf help.axis.com.

    Hinweis
    • Es können mehrere Anwendungen gleichzeitig ausgeführt werden, allerdings sind einige Anwendungen möglicherweise nicht miteinander kompatibel. Bei der gleichzeitigen Ausführung bestimmter Kombinationen von Anwendungen sind eventuell zu viel Rechenleistung oder Speicherressourcen erforderlich. Stellen Sie vor der Bereitstellung sicher, dass die Anwendungen zusammen funktionieren.
    So laden Sie eine Anwendung herunter und installieren sie
    So aktivieren Sie einen Anwendungslizenzcode auf einem Gerät

    Fehlerbehebung

    Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen

    Wichtig

    Das Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen sollte mit Vorsicht erfolgen. Beim Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen werden alle Einstellungen einschließlich der IP-Adresse auf die werksseitigen Standardeinstellungen zurückgesetzt.

    So wird das Produkt auf die werksseitigen Standardeinstellungen zurückgesetzt:

    1. Trennen Sie das Produkt von der Stromversorgung.

    2. Drücken und halten Sie die Steuertaste, um das Gerät wieder einzuschalten. Siehe Produktübersicht.

    3. Halten Sie die Steuertaste etwa 15 bis 30 Sekunden gedrückt, bis die Status-LED gelb blinkt.

    4. Lassen Sie die Steuertaste wieder los. Der Vorgang ist abgeschlossen, sobald die Status-LED grün aufleuchtet. Das Produkt wurde auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt. Wenn im Netzwerk kein DHCP-Server verfügbar ist, lautet die Standard-IP-Adresse 192.168.0.90.

    5. Verwenden Sie die Software-Tools für Installation und Verwaltung, um eine IP-Adresse zuzuweisen, ein Kennwort einzurichten und auf den Videostream zuzugreifen.

      Die Softwaretools für die Installation und Verwaltung stehen auf den Supportseiten unter axis.com/support zur Verfügung.

    Außerdem besteht die Möglichkeit, bestimmte Parameter über die Webschnittstelle auf die Werkseinstellungen zurückzusetzen. Den folgenden Optionspfad aufrufen: Settings > System > Maintenance (Einstellungen > System > Wartung) und dann die Option Default (Standardeinstellung) anklicken.

    Firmware-Optionen

    Axis bietet eine Produkt-Firmware-Verwaltung entweder gemäß des aktiven Tracks oder gemäß Tracks für Langzeitunterstützung (LTS). Beim aktiven Track erhalten Sie einen kontinuierlichen Zugriff auf alle aktuellen Funktionen des Produkts. Die LTS-Tracks bieten eine feste Plattform, die regelmäßig Veröffentlichungen mit Schwerpunkt auf Bugfixes und Sicherheitsaktualisierungen bereitstellt.

    Es wird empfohlen, die Firmware vom aktiven Track zu verwenden, wenn Sie auf die neuesten Funktionen zugreifen möchten oder Axis End-to-End-Systemangebote nutzen. Die LTS-Tracks werden empfohlen, wenn Sie Integrationen von Drittanbietern verwenden, die nicht kontinuierlich auf den neuesten aktiven Track überprüft werden. Mit LTS kann die Cybersicherheit der Produkte gewährleistet werden, ohne dass signifikante Funktionsänderungen neu eingeführt oder vorhandene Integrationen beeinträchtigt werden. Ausführliche Informationen zur Vorgehensweise von Axis in Bezug auf Produktfirmware finden Sie unter axis.com/support/Firmware.

    Die aktuelle Firmware überprüfen

    Firmware ist die Software, mit der die Funktionalität von Netzwerk-Geräten festgelegt wird. Eine der ersten Maßnahmen bei der Fehlersuche sollte das Prüfen der aktuellen Firmware-Version sein. Die aktuelle Version enthält möglicherweise Verbesserungen, die bestimmte Probleme beheben.

    Um die aktuelle Firmware zu überprüfen:

    1. Rufen Sie die Webseite des Produkts auf.

    2. Klicken Sie auf das Hilfemenü .

    3. Klicken Sie auf Info.

    Die Firmware aktualisieren

    Wichtig

    Vorkonfigurierte und angepasste Einstellungen werden beim Aktualisieren der Firmware gespeichert (vorausgesetzt die Funktionen sind als Teil der neuen Firmware verfügbar). Dies wird von Axis Communications AB jedoch nicht garantiert.

    Wichtig

    Sicherstellen, dass das Produkt während des Aktualisierens an die Stromversorgung angeschlossen ist.

    Hinweis

    Beim Aktualisieren des Axis Produkts mit der aktuellen Firmware im aktiven Track erhält dieses die neuesten verfügbaren Funktionen. Vor dem Aktualisieren der Firmware immer die entsprechenden Aktualisierungsanweisungen und Versionshinweise beachten. Die aktuelle Version der Firmware und die Versionshinweise stehen unter axis.com/support/firmware bereit.

    AXIS Device Manager kann für mehrere Aktualisierungen verwendet werden. Weitere Informationen dazu finden Sie auf axis.com/products/axis-device-manager.

    So aktualisieren Sie die Firmware
    1. Die Firmware können Sie kostenlos unter axis.com/support/firmware auf Ihren Rechner herunterladen.

    2. Beim Produkt als Administrator anmelden.

    3. Zu Settings > System > Maintenance (Einstellungen > System > Wartung) navigieren. Die Anleitung auf der Seite befolgen. Nach der Aktualisierung wird das Produkt automatisch neu gestartet.

    Technische Probleme, Hinweise und Lösungen

    Falls Sie hier nicht das Gesuchte finden, bitte den Bereich "Fehlerbehebung" unter axis.com/support aufrufen.

    Probleme beim Aktualisieren der Firmware

    Aktualisierung der Firmware fehlgeschlagen

    Nach fehlgeschlagener Aktualisierung der Firmware lädt das Gerät erneut die Vorversion. Die häufigste Fehlerursache ist, wenn eine falsche Firmwaredatei hochgeladen wurde. Überprüfen, ob der Name der Firmwaredatei dem Gerät entspricht und erneut versuchen.

    Probleme beim Einstellen der IP-Adresse

    Das Gerät befindet sich in einem anderen Subnetz

    Wenn sich die IP-Adresse des Geräts und die IP-Adresse des zum Zugriff auf das Gerät verwendeten Computers in unterschiedlichen Subnetzen befinden, kann die IP-Adresse nicht eingestellt werden. Wenden Sie sich an Ihren Netzwerkadministrator, um eine IP-Adresse zu erhalten.

    Die IP-Adresse wird von einem anderen Gerät verwendet

    Trennen Sie das Axis Gerät vom Netzwerk. Führen Sie einen Ping-Befehl aus (geben Sie in einem Befehls-/DOS-Fenster ping und die IP-Adresse des Geräts ein):

    • Wenn Folgendes angezeigt wird: Reply from (Antwort von)<IP address>: bytes=32; time=10... dies bedeutet, dass die IP-Adresse möglicherweise bereits von einem anderen Gerät im Netzwerk verwendet wird. Bitten Sie den Netzwerkadministrator um eine neue IP-Adresse, und installieren Sie das Gerät erneut.

    • Wenn Folgendes angezeigt wird: Request timed out bedeutet, dass die IP-Adresse mit dem Axis Gerät verwendet werden kann. Prüfen Sie alle Kabel und installieren Sie das Gerät erneut.

    Möglicher IP-Adressenkonflikt mit einem anderen Gerät im selben Subnetz.

    Die statische IP-Adresse des Axis Geräts wird verwendet, bevor der DHCP-Server eine dynamische Adresse festlegt. Wenn daher ein anderes Gerät standardmäßig dieselbe statische IP-Adresse verwendet, treten beim Zugreifen auf das Gerät möglicherweise Probleme auf.

    Vom Browser kein Zugriff auf das Gerät möglich

    Anmelden nicht möglich

    Wenn HTTPS aktiviert ist, stellen Sie sicher, dass beim Anmelden das korrekte Protokoll (HTTP oder HTTPS) verwendet wird. Möglicherweise müssen Sie manuell http oder https in die Adressleiste des Browsers eingeben.

    Wenn das Kennwort für den Benutzer „root“ vergessen wurde, muss das Gerät auf die werksseitigen Standardeinstellungen zurückgesetzt werden. Siehe Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen.

    Die IP-Adresse wurde von DHCP geändert

    Von einem DHCP-Server zugeteilte IP-Adressen sind dynamisch und können sich ändern. Wenn die IP-Adresse geändert wurde, das Gerät mit AXIS IP Utility oder AXIS Camera Management im Netzwerk zu ermitteln. Das Gerät anhand seiner Modellnummer, Seriennummer oder anhand des DNS-Namens (sofern der Name konfiguriert wurde) ermitteln.

    Bei Bedarf kann eine statische IP-Adresse manuell zugewiesen werden. Anweisungen dazu, siehe axis.com/support.

    Zertifikatfehler beim Verwenden von IEEE 802.1X

    Damit die Authentifizierung ordnungsgemäß funktioniert, müssen die Datums- und Uhrzeiteinstellungen des Axis Geräts mit einem NTP-Server synchronisiert werden. Zu Settings > System > Date and time (Einstellungen > System > Datum und Uhrzeit) navigieren.

    Auf das Gerät kann lokal, nicht jedoch extern zugegriffen werden

    Für den externen Zugriff auf das Gerät wird empfohlen, eine der folgenden Anwendungen für Windows®zu verwenden:

    • AXIS Companion Video Management Software: Kostenlos, ideal für kleine Systeme mit grundlegenden Überwachungsanforderungen.

    • AXIS Camera Station Video Management Software: Kostenlose 30-Tage-Testversion, ideal für kleine bis mittelgroße Systeme.

    Auf axis.com/vms finden Sie Anweisungen und die Download-Datei.

    Probleme beim Videostreaming

    Auf Multicast H.264 kann nur von lokalen Clients aus zugegriffen werden

    Prüfen Sie, ob der Router Multicasting unterstützt und ob die Routereinstellungen zwischen dem Client und dem Gerät konfiguriert werden müssen. Möglicherweise muss der TTL-Wert (Time To Live) erhöht werden.

    Multicast H.264 wird im Client nicht angezeigt

    Prüfen Sie mit dem Netzwerkadministrator, ob die vom Axis Gerät verwendeten Multicast-Adressen für das Netzwerk gültig sind.

    Prüfen Sie gemeinsam mit dem Netzwerkadministrator, ob eine Firewall die Wiedergabe verhindert.

    Schlechte Wiedergabe von H.264-Bildern

    Stellen Sie sicher, dass die Grafikkarte den aktuellen Treiber verwendet. Die aktuellen Treiber können üblicherweise von der Website des Herstellers heruntergeladen werden.

    Unterschiedliche Farbsättigung in H.264 und Motion JPEG

    Die Einstellungen des Grafikadapters ändern. Weitere Informationen bietet die Dokumentation des Adapters.

    Bildrate niedriger als erwartet

    • Siehe Leistungsaspekte.

    • Verringern Sie die Anzahl der auf dem Clientcomputer ausgeführten Anwendungen.

    • Begrenzen Sie die Anzahl der gleichzeitigen Anzeigen.

    • Prüfen Sie mit dem Netzwerkadministrator, ob ausreichend Bandbreite verfügbar ist.

    • Die Bildauflösung verringern.

    • Die maximale Bildrate hängt von der Netzfrequenz (60/50 Hz) des Axis Geräts ab.

    Leistungsaspekte

    Achten Sie beim Einrichten Ihres Systems unbedingt darauf, wie sich die verschiedenen Einstellungen und Situationen auf die Leistung auswirken. Einige Faktoren wirken sich auf die erforderliche Bandbreite (die Bitrate) aus, andere auf die Bildrate und einige sowohl auf die Bandbreite als auch die Bildrate. Wenn die CPU-Auslastung ihre Grenze erreicht, wirkt sich dies ebenfalls auf die Bildrate aus.

    Die folgenden wichtigen Faktoren müssen beachtet werden:

    • Hohe Bildauflösung und geringe Komprimierung führen zu Bildern mit mehr Daten, die wiederum mehr Bandbreite erfordern.

    • Drehen des Bildes auf der Benutzeroberfläche lastet die CPU des Produkts stärker aus.

    • Der Zugriff von vielen Clients des Typs Motion JPEG oder Unicast H.264 beeinflusst die Bandbreite.

    • Die gleichzeitige Wiedergabe verschiedener Videostreams (Auflösung, Komprimierung) durch mehrere Clients beeinflusst sowohl die Bildrate als auch die Bandbreite.

      Wo immer möglich, identisch konfigurierte Videostreams verwenden, um eine hohe Bildrate zu erhalten. Videostreamprofile werden verwendet, um identische Videostreams sicherzustellen.

    • Der gleichzeitige Zugriff auf Videostreams des Typs Motion JPEG und H.264 beeinflusst sowohl die Bildrate als auch die Bandbreite.

    • Die intensive Verwendung von Ereignissen beeinflusst die CPU-Auslastung, die sich wiederum auf die Bildrate auswirkt.

    • Die Verwendung von HTTPS kann, besonders beim Streaming im Format Motion JPEG, die Bildrate reduzieren.

    • Intensive Netzwerknutzung aufgrund mangelhafter Infrastruktur beeinflusst die Bandbreite.

    • Die Wiedergabe auf schlecht arbeitenden Clientcomputern verringert die wahrgenommene Leistung und beeinflusst die Bildrate.

    • Mehrere gleichzeitig ausgeführte ACAP-Anwendungen (AXIS Camera Application Platform) können die Bildrate und die allgemeine Leistung beeinflussen.

    Technische Daten

    LED-Anzeigen

    Hinweis

    Die Status-LED kann so eingestellt werden, dass sie bei einem aktiven Ereignis blinkt.

    Status-LEDBedeutung
    Grün

    Leuchtet bei Normalbetrieb grün.

    Gelb

    Leuchtet beim Start. Blinkt beim Wiederherstellen der Einstellungen.

    Netzwerk-LEDBedeutung
    Grün

    Leuchtet konstant bei Verbindung mit einem 100 Mbit/s-Netzwerk Blinkt bei Netzwerkaktivität.

    Gelb

    Leuchtet konstant bei Verbindung mit einem 10 MBit/s-Netzwerk. Blinkt bei Netzwerkaktivität.

    Leuchtet nichtKeine Netzwerk-Verbindung
    BetriebsanzeigeBedeutung
    GrünNormaler Betrieb
    OrangeBlinkt während einer Firmware-Aktualisierung grün/orange.

    Einschub für SD-Speicherkarte

    HINWEIS
    • Gefahr von Schäden an der SD-Karte. Beim Einsetzen oder Entfernen der SD-Karte keine scharfen Werkzeuge oder Gegenstände aus Metall benutzen und keine übermäßige Kraft anwenden. Setzen Sie die Karte per Hand ein. Das Gleiche gilt für das Entfernen.
    • Gefahr von Datenverlust und Beschädigung von Aufzeichnungen. Die SD-Karte darf nicht entfernt werden, während das Produkt in Betrieb ist. Erst die SD-Karte über die Produktwebseite trennen, dann ausbauen.

    Dieses Axis Produkt unterstützt Karten des Typs microSD/microSDHC/microSDXC.

    Für Empfehlungen zu SD-Karten siehe axis.com.

    Die Logos microSD, microSDHC und microSDXC sind Marken von SD-3C, LLC. microSD, microSDHC und microSDXC sind in den USA und/oder anderen Ländern Marken oder eingetragene Marken von SD-3C, LLC.

    Tasten

    Steuertaste

    Anschlüsse

    Netzwerk-Anschluss

    RJ45-Ethernetanschluss mit Power over Ethernet (PoE).

    E/A-Anschluss

    Über den E/A-Anschluss wird Zusatzausrüstung in Verbindung mit Manipulationsalarmen, Bewegungserkennung, Ereignisauslösungen, Alarmbenachrichtigungen und anderen Funktionen angeschaltet. Zusätzlich zum Gleichstrombezugspunkt 0 V DC und der Stromversorgung (12-VDC-Ausgang) stellt der E/A-Anschluss folgende Schnittstellen bereit:

    Digitaleingang –
    Zum Anschluss von Geräten, die zwischen geöffnetem und geschlossenem Schaltkreis wechseln können wie etwa PIR-Sensoren, Tür- und Fensterkontakte sowie Glasbruchmelder.
    Digitalausgang –
    Zum Anschluss externer Geräte wie Relais und LEDs. Die angeschlossenen Geräte können über die Anwendungsprogrammierschnittstelle VAPIX®, ein Ereignis oder die Produktwebseite aktiviert werden.

    4-poliger Anschlussblock

    FunktionKontaktHinweiseTechnische Daten
    Erdung Gleichstrom10 V Gleichstrom
    Gleichstromausgang2Darf für die Stromversorgung von Zusatzgeräten verwendet werden.
    Hinweis: Dieser Kontakt darf nur für den Stromausgang verwendet werden.
    12 V Gleichstrom
    Max. Stromstärke = 25 mA
    Digitaleingang3Zum Aktivieren an Kontakt 1 anschließen; zum Deaktivieren nicht anschließen.0 bis max. 30 V Gleichstrom
    Digitalausgang4Interne Verbindung mit Kontakt 1 (Gleichstrom Erdschluss), wenn aktiviert; unverbunden, wenn deaktiviert. Bei Verwendung mit einer induktiven Last, wie etwa einem Relais, muss zum Schutz vor Spannungssprüngen eine Diode parallel zur Last geschaltet werden.0 bis max. 30 V Gleichstrom, Open-Drain, 100 mA
    Example
    1. Erdung Gleichstrom
    2. Gleichstromausgang 12 V, max. 25 mA
    3. Digitaleingang
    4. Digitalausgang

    Stromanschluss

    2-poliger Anschlussblock für die Gleichstromversorgung. Verwenden Sie eine mit den Anforderungen für Schutzkleinspannung (SELV) kompatible Stromquelle mit begrenzter Leistung (LPS) mit einer Nennausgangsleistung von ≤100 W oder einem dauerhaft auf ≤5 A begrenzten Nennausgangsstrom.