AXIS Q1941-E Thermal Network Camera

Lösungsübersicht

  1. Wärmebildkamera mit AXIS Perimeter Defender
  2. Horn-Lautsprecher
  3. Blinkleuchte (nicht gültig für Varianten mit PT-Montage)
  4. PTZ-Netzwerk-Kamera
  5. Tür-Controller
  6. Überwachungszentrum

Informationen zum Perimeterschutz

Für Bereiche mit Einbrucherkennung können Sie den Perimeterschutz mithilfe von Wärmebildkameras mit Analysefunktionen einrichten. Das Hauptziel beim Perimeterschutz besteht darin, eine Bedrohung oder einen tatsächlichen Einbruch so früh wie möglich zu erkennen.

Zur Einrichtung des Perimeterschutzes müssen Sie eine Analyseanwendung für die Perimeterüberwachung installieren und den Schutz Ihrer Wärmebildkamera aktivieren. Axis stellt für diesen Zweck die Anwendung AXIS Perimeter Defender bereit. Weitere Informationen zum AXIS Perimeter Defender finden Sie unter axis.com/products/axis-perimeter-defender

Produktübersicht

  1. Netzanschluss
  2. E/A- und Audio-Terminalanschluss
  3. Netzwerkanschluss
  4. LED-Statusanzeige
  5. Einschub für MicroSD-Speicherkarte
  6. Steuertaste
  7. Fuß
  8. Montagehalterung

Das Gerät im Netzwerk ermitteln

Mit AXIS IP Utility und AXIS Device Manager die Axis Geräte im Netzwerk ermitteln und ihnen unter Windows® IP-Adressen zuweisen. Beide Anwendungen sind kostenlos und können von axis.com/support heruntergeladen werden.

Weitere Informationen zum Zuweisen von IP-Adressen finden Sie unter Zuweisen von IP-Adressen und Zugreifen auf das Gerät.

Unterstützte Browser

Das Gerät kann mit den folgenden Browsern verwendet werden:

ChromeTM

Firefox®

EdgeTM

Safari®

Windows®

empfohlen

empfohlen

macOS®

empfohlen

empfohlen

Linux®

empfohlen

empfohlen

Andere Betriebssysteme

✓*

*TUm die Weboberfläche von AXIS OS mit iOS 15 oder iPadOS 15 zu verwenden, deaktivieren Sie unter Settings (Einstellungen) > Safari > Advanced (Erweitert) > Experimental Features (Experimentelle Funktionen) die Option NSURLSession Websocket.

Weitere Informationen zu empfohlenen Browsern finden Sie im AXIS OS Portal.

Auf das Gerät zugreifen

  1. Öffnen Sie einen Browser, und geben Sie die IP-Adresse oder den Hostnamen des Axis Geräts in die Adresszeile des Browsers ein.

    Verwenden Sie bei unbekannter IP-Adresse die AXIS IP Utility oder den AXIS Device Manager, um das Gerät im Netzwerk zu ermitteln.

  2. Den Benutzernamen und das Kennwort eingeben. Wenn dies der erste Zugriff auf das Gerät ist, muss zuerst das Root-Kennwort konfiguriert werden. Siehe Ein neues Kennwort für das Root-Konto festlegen.

  3. Die Live View-Seite öffnet sich im Browser.

Ein neues Kennwort für das Root-Konto festlegen

Wichtig

Der voreingestellte Benutzername für das Administratorkonto lautet root. Bei Verlust des Kennworts für das Benutzerkonto Root muss das Gerät auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt werden. Siehe Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen

Support-Tipp: Überprüfung der Kennwortsicherheit
  1. Geben Sie ein Kennwort ein. Befolgen Sie die Anweisungen zum Erstellen sicherer Kennwörter. Siehe Sichere Kennwörter.

  2. Geben Sie das Kennwort erneut ein, um die korrekte Zeichenfolge zu bestätigen.

  3. Create Login (Login erstellen) anklicken. Das Kennwort wurde konfiguriert.

Sichere Kennwörter

Wichtig

Das voreingestellte Kennwort wird vom Axis Gerät unverschlüsselt über das Netz gesendet. Um das Gerät zu schützen, nach dem ersten Anmelden eine sichere und verschlüsselte HTTPS-Verbindung einrichten und dann das Kennwort ändern.

Das Gerätekennwort ist der Hauptschutz für Ihre Daten und Dienste. Produkte von Axis geben keine Kennwortrichtlinien vor, da die Produkte unter den verschiedensten Bedingungen eingesetzt werden.

Doch zum Schutz Ihrer Daten empfehlen wir dringend:

  • Ein Kennwort zu verwenden, das aus mindestens acht Zeichen besteht, und das bevorzugt von einem Kennwortgenerator erzeugt wurde.

  • Das Kennwort geheimzuhalten.

  • Das Kennwort regelmäßig und mindestens jährlich zu ändern.

Weitere Einstellungen

Übersicht über die Webseite

  1. Steuerleiste der Live-Ansicht
  2. Live-Ansicht
  3. Produktname
  4. Benutzerinformationen, Farbthemen und Hilfe
  5. Videosteuerleiste
  6. Einstellungen umschalten
  1. Registerkarten für die Einstellungen

Benötigen Sie weitere Hilfe?

Die integrierte Hilfefunktion wird über die Gerätewebseite aufgerufen. Die Hilfefunktion bietet detaillierte Informationen zu Funktionsmerkmalen des Geräts und deren Einstellungen.

Anwendungen

Die AXIS Camera Application Platform (ACAP) ist eine offene Plattform, die es anderen Anbietern ermöglicht, Analysefunktionen und andere Anwendungen für Axis Produkte zu entwickeln. Weitere Informationen zu verfügbaren Anwendungen, Downloads, Testversionen und Lizenzen finden Sie auf axis.com/applications.

Benutzerhandbücher zu Axis Anwendungen finden Sie auf help.axis.com.

Hinweis
  • Es können mehrere Anwendungen gleichzeitig ausgeführt werden, allerdings sind einige Anwendungen möglicherweise nicht miteinander kompatibel. Bei der gleichzeitigen Ausführung bestimmter Kombinationen von Anwendungen sind eventuell zu viel Rechenleistung oder Speicherressourcen erforderlich. Stellen Sie vor der Bereitstellung sicher, dass die Anwendungen zusammen funktionieren.
So laden Sie eine Anwendung herunter und installieren sie
So aktivieren Sie einen Anwendungslizenzcode auf einem Gerät

Eine Blinkleuchte anschließen

Verwenden Sie eine Blinkleuchte, um potenzielle Eindringlinge darüber zu informieren, dass Ihr Grundstück geschützt ist.

In diesem Szenario wird erklärt, wie eine Blinkleuchte angeschlossen wird und zu blinken beginnt, sobald die Wärmebildkamera einen Eindringling erkennt. In diesem Szenario kann die Blinkleuchte nur aufgrund von Alarmen außerhalb der Geschäftszeiten (Montag-Freitag zwischen 18:00 und 08:00) aktiviert werden, wobei sie bei jeder Aktivierung 30 Sekunden lang blinkt.

Erforderliche Hardware

  • Mehrfachkabel, siehe Mehrfachanschluss

  • Anschlusskabel (1x blau und 1x rot, min. Fläche: 0,25 mm2, max. Fläche: 0,5 mm2)

  • Blinkleuchte (12 V DC, max. 50 mA)

Hinweis

Die maximale Länge der Anschlussdrähte hängt von der Drahtfläche und dem Stromverbrauch der Blinkleuchte ab.

Physische Verbindung

  1. Schließen Sie das Mehrfachkabel an die Kamera an.

  2. Schließen Sie das rote Kabel an den Pol 2 (Gleichstrom-Ausgang, +12 V DC) des Mehrfachkabel-E/A-Anschlusssteckers an.

  3. Schließen Sie das andere Ende des roten Kabels an den mit + markierten Anschluss an der Blinkleuchte an.

  4. Schließen Sie das blaue Kabel an den Pol 3 (E/A-Port) des Mehrfachkabel-E/A-Anschlusssteckers an.

  5. Schließen Sie das andere Ende des blauen Kabels an den mit - markierten Anschluss an der Blinkleuchte an.

E/A-Ports konfigurieren

Sie müssen die Blinkleuchte mit der Kamera auf der Website der Kamera verbinden. Der erste Teil besteht im Konfigurieren der E/A-Ports.

  1. Rufen Sie System (System) > I/O ports (E/A-Ports) auf.

  2. Wählen Sie Output (Ausgang) in der Port 1 Dropdown-Liste .

  3. Geben Sie einen Namen für das Ausgangsmodul ein, z. B. „Blinkleuchte”.

  4. Wählen Sie Open circuit (Offener Schaltkreis) in der Dropdown-Liste aus, damit die Leuchte bei Eintreten eines Ereignisses zu blinken beginnt .

Eine Aktionsregel erstellen

Damit die Kamera eine Benachrichtigung an die Leuchte senden kann, bei der Erfassung von Bewegung zu blinken, müssen Sie in der Kamera eine Aktionsregel erstellen.

  1. Rufen Sie Settings (Einstellungen) > System (System) >Events (Ereignisse) auf und fügen Sie eine Regel hinzu.

  2. Geben Sie einen Namen ein, z. B. „Blinkleuchte”.

  3. Wählen Sie in der Liste der Bedingungen die Anwendung Perimeter Defender aus.

  4. Wählen Sie die Option Use this condition as a trigger (Die Bedingung als Auslöser verwenden) aus.

  5. Eine weitere Bedingung hinzufügen.

  6. Wählen Sie aus der Liste der Bedingungen Scheduled event (Geplantes Ereignis) aus.

  7. Wählen Sie aus der Liste der Zeitpläne After hours (Nach Geschäftsschluss) aus.

  8. Wählen Sie Output port (Ausgangs-Port)in der Aktionsliste aus.

  9. Wählen Sie in der Portliste die Option „Blinkleuchte” aus.

  10. Stellen Sie die Dauer auf 30 Sekunden ein.

  11. Klicken Sie auf Save (Speichern).

Anschluss eines Netzwerk-Hornlautsprechers

Verwenden Sie einen Netzwerk-Hornlautsprecher zur Warnung und Abschreckung potenzieller Eindringlinge.

In diesem Szenario wird erläutert, wie Sie einen Axis Netzwerk-Hornlautsprecher an die Kamera anschließen und so einrichten, dass ein Audioclip wiedergegeben wird, sobald die Wärmebildkamera ein Eindringen erkennt. In diesem Szenario kann der Hornlautsprecher nur aktiviert werden, wenn die Alarme außerhalb der Geschäftszeiten (Montag bis Freitag zwischen 18:00 und 08:00 Uhr) liegen.

Einen Empfänger hinzufügen

Hinweis

Im Hornlautsprecher muss ein Audioclip zur Verfügung stehen. Die Nummer des Audioclips muss bekannt sein. Zur Ermittlung der Nummer Audioclips geben Sie folgenden Befehl ein: http://[HornSpeakerIP]/axis-cgi/param.cgi?action=list, wobei [HornSpeakerIP] die IP-Adresse des Hornlautsprechers ist. Die Zahl nach dem Buchstaben M befindet sich in der angezeigten Liste.

Schließen Sie die Kamera an den Hornlautsprecher an, indem Sie diesen in der Kamera als Empfänger einrichten.

  1. Rufen Sie Settings (Einstellungen) > System (System) > Events (Ereignisse) > Recipients (Empfänger) auf und fügen Sie einen Empfänger hinzu.

  2. Geben Sie einen Namen ein, z. B. „Hornlautsprecher“.

  3. Wählen Sie in der Liste Type (Typ) die Option HTTP (HTTP) aus.

  4. Geben Sie im Feld URLhttp://[HornSpeakerIP]/axis-cgi/playclip.cgi?clip=[x] ein.

  5. Geben Sie den Benutzernamen und das Kennwort für den Hornlautsprecher ein.

  6. Klicken Sie auf Test, um die Verbindung zu testen.

Eine Regel erstellen

Damit die Kamera eine Benachrichtigung an den Hornlautsprecher senden kann, um bei der Erfassung von Bewegung den Audioclip wiederzugeben, müssen Sie in der Kamera eine Regel erstellen.

  1. Rufen Sie Settings (Einstellungen) > System (System) >Events (Ereignisse) auf und fügen Sie eine Regel hinzu.

  2. Geben Sie einen Namen ein, z. B. „Hornlautsprecher“.

  3. Wählen Sie in der Liste der Bedingungen die Anwendung Perimeter Defender aus.

  4. Wählen Sie die Option Use this condition as a trigger (Die Bedingung als Auslöser verwenden) aus.

  5. Eine weitere Bedingung hinzufügen.

  6. Wählen Sie aus der Liste der Bedingungen Scheduled event (Geplantes Ereignis) aus.

  7. Wählen Sie aus der Liste der Zeitpläne After hours (Nach Geschäftsschluss) aus.

  8. Wählen Sie in der Liste der Aktionen Send notification through HTTP (Benachrichtigung über HTTP senden) und anschließend die Option Horn speaker (Hornlautsprecher) aus.

  9. Klicken Sie auf Save (Speichern).

Bildqualität

Farbskalen

Auf Wärmebilder angewendete Farbpaletten unterstützen das menschliche Auge bei der Unterscheidung der Bilddetails. Bei den Farben in der Palette handelt es sich um künstlich erstellte Pseudofarben, die Temperaturunterschiede hervorheben.

Das Produkt verfügt über mehrere Farbskalen. Wenn ein Bediener den Videostream überwacht, können Sie jede beliebige Skala auswählen. Wenn der Videostream nur von Anwendungen verwendet wird, wählen Sie die Weiß-Heiß-Farbskala aus.

Ein wackeliges Bild mit Elektronischer Bildstabilisierung (EIS) ausgleichen.

Die Elektronische Bildstabilisierung (EIS) wurde für Umgebungen entwickelt, in denen das Produkt Vibrationen, z. B. durch Wind oder Straßenverkehr, ausgesetzt ist. Die elektronische Bildstabilisierung aktivieren, um eine glattere und ruhigere Bildabfolge ohne Unschärfe zu erhalten.

EIS verringert ebenfalls die Dateigröße des komprimierten Bildes und mindert die Bildrate des Videostreams.

Hinweis

Wenn EIS aktiviert ist, wird das Bild leicht zugeschnitten und damit die höchste Auflösung verringert.

  1. Gehen Sie zu Settings > Image > Image Correction (Einstellungen > Bild > Bildkorrektur).

  2. Aktivieren Sie EIS.

Streaming und Speicher

Bitratensteuerung

Die Bitratensteuerung hilft Ihnen bei der Verwaltung der Bandbreitennutzung Ihres Videostreams.

Variable Bitrate (VBR)
Mit variabler Bitrate können Sie den Bandbreitenverbrauch je nach Aktivitätslevel in der Szene ändern. Je mehr Aktivität stattfindet, desto mehr Bandbreite ist erforderlich. Mit der variablen Bitrate ist eine konstante Bildqualität garantiert, wobei jedoch sichergestellt sein muss, dass Speichermargen vorhanden sind.

Maximale Bitrate (MBR)
Mit maximaler Bitrate können Sie eine Zielbitrate einstellen, um die Bitratenbeschränkungen in Ihrem System einzubeziehen. Möglicherweise wird die Bildqualität oder die Bildrate verringert, da die augenblickliche Bitrate unterhalb der angegebenen Zielbitrate gehalten wird. Sie können festlegen, ob die Bildqualität oder die Bildrate priorisiert werden soll. Wir empfehlen Ihnen, die Zielbitrate auf einen höheren Wert als die erwartete Bitrate zu konfigurieren. Dadurch haben Sie einen Spielraum, wenn sich das Aktivitätsniveau in der Szene erhöht.

  1. Zielbitrate

Durchschnittliche Bitrate (ABR)
Bei durchschnittlicher Bitrate wird die Bitrate automatisch über einen längeren Zeitraum angepasst. Dadurch können Sie das angegebene Ziel erfüllen und die beste Videoqualität auf Grundlage Ihres verfügbaren Speichers bereitstellen. Im Vergleich zu statischen Szenen ist die Bitrate in Szenen mit viel Aktivität höher. In Szenen mit viel Aktivität erhalten Sie mit der Option „durchschnittliche Bitrate” eher eine bessere Bildqualität. Sie können den erforderlichen Gesamtspeicher für die Speicherung des Videostreams für eine festgelegte Zeitspanne (Vorhaltezeit) festlegen, wenn die Bildqualität auf die angegebene Zielbitrate eingestellt wird. Stellen Sie die durchschnittliche Bitrate auf folgende Arten ein:

  • Um den geschätzten Speicherbedarf zu berechnen, stellen Sie die Zielbitrate und die Aufbewahrungszeit ein.

  • Um die durchschnittliche Bitrate auf Grundlage des verfügbaren Speichers und der erforderlichen Aufbewahrungszeit zu berechnen, verwenden Sie den Zielbitratenrechner.

    1. Zielbitrate
    2. Tatsächliche durchschnittliche Bitrate
  • Sie können auch die maximale Bitrate aktivieren und innerhalb der durchschnittlichen Bitrate eine Zielbitrate festlegen.
    1. Zielbitrate
    2. Tatsächliche durchschnittliche Bitrate

Reduzieren Sie Bandbreite und Speicher.

Wichtig

Eine geringere Bandbreite kann zum Verlust von Bilddetails führen.

  1. Wechseln Sie zur Live-Ansicht und wählen Sie H.264 aus.

  2. Rufen Sie Settings > Stream (Einstellungen > Videostream)auf.

  3. Ändern Sie eine oder mehrere der folgenden Einstellungen:

    • Aktivieren Sie dynamisches GOP und wählen Sie einen großen Wert für die GOP-Länge.

    • Erhöhen Sie die Komprimierung.

    • Aktivieren Sie dynamische FPS (Bildrate).

Einrichtung eines Netzwerk-Speichers

  1. Um Aufzeichnungen im Netzwerk zu speichern, müssen Sie Ihren Netzwerk-Speicher einrichten.
  2. Gehen Sie auf Einstellungen > System > Speicher.

  3. Klicken Sie auf Setup unter Netzwerk-Speicher.

  4. Geben Sie die IP-Adresse des Host-Servers an.

  5. Den Namen des freigegebenen Speicherorts auf dem Host-Server eingeben.

  6. Bewegen Sie den Schalter, wenn die Netzwerk-Freigabe eine Anmeldung benötigt, und geben Sie den Benutzernamen und das Kennwort ein.

  7. Klicken Sie auf Connect (Verbinden).

Fehlerbehebung

Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen

Wichtig

Das Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen sollte mit Vorsicht erfolgen. Beim Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen werden alle Einstellungen einschließlich der IP-Adresse auf die werksseitigen Standardeinstellungen zurückgesetzt.

So wird das Produkt auf die werksseitigen Standardeinstellungen zurückgesetzt:

  1. Trennen Sie das Produkt von der Stromversorgung.

  2. Drücken und halten Sie die Steuertaste, um das Gerät wieder einzuschalten. Siehe Produktübersicht.

  3. Halten Sie die Steuertaste etwa 15 bis 30 Sekunden gedrückt, bis die Status-LED gelb blinkt.

  4. Lassen Sie die Steuertaste wieder los. Der Vorgang ist abgeschlossen, sobald die Status-LED grün aufleuchtet. Das Produkt wurde auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt. Wenn im Netzwerk kein DHCP-Server verfügbar ist, lautet die Standard-IP-Adresse 192.168.0.90.

  5. Verwenden Sie die Software-Tools für Installation und Verwaltung, um eine IP-Adresse zuzuweisen, ein Kennwort einzurichten und auf den Videostream zuzugreifen.

    Die Softwaretools für die Installation und Verwaltung stehen auf den Supportseiten unter axis.com/support zur Verfügung.

Außerdem besteht die Möglichkeit, bestimmte Parameter über die Webschnittstelle auf die Werkseinstellungen zurückzusetzen. Den folgenden Optionspfad aufrufen: Settings > System > Maintenance (Einstellungen > System > Wartung) und dann die Option Default (Standardeinstellung) anklicken.

Firmware-Optionen

Axis bietet eine Produkt-Firmware-Verwaltung entweder gemäß des aktiven Tracks oder gemäß Tracks für Langzeitunterstützung (LTS). Beim aktiven Track erhalten Sie einen kontinuierlichen Zugriff auf alle aktuellen Funktionen des Produkts. Die LTS-Tracks bieten eine feste Plattform, die regelmäßig Veröffentlichungen mit Schwerpunkt auf Bugfixes und Sicherheitsaktualisierungen bereitstellt.

Es wird empfohlen, die Firmware vom aktiven Track zu verwenden, wenn Sie auf die neuesten Funktionen zugreifen möchten oder Axis End-to-End-Systemangebote nutzen. Die LTS-Tracks werden empfohlen, wenn Sie Integrationen von Drittanbietern verwenden, die nicht kontinuierlich auf den neuesten aktiven Track überprüft werden. Mit LTS kann die Cybersicherheit der Produkte gewährleistet werden, ohne dass signifikante Funktionsänderungen neu eingeführt oder vorhandene Integrationen beeinträchtigt werden. Ausführliche Informationen zur Vorgehensweise von Axis in Bezug auf Produktfirmware finden Sie unter axis.com/support/Firmware.

Die aktuelle Firmware überprüfen

Firmware ist die Software, mit der die Funktionalität von Netzwerk-Geräten festgelegt wird. Eine der ersten Maßnahmen bei der Fehlersuche sollte das Prüfen der aktuellen Firmware-Version sein. Die aktuelle Version enthält möglicherweise Verbesserungen, die bestimmte Probleme beheben.

Um die aktuelle Firmware zu überprüfen:

  1. Rufen Sie die Webseite des Produkts auf.

  2. Klicken Sie auf das Hilfemenü .

  3. Klicken Sie auf Info.

Die Firmware aktualisieren

Wichtig

Vorkonfigurierte und angepasste Einstellungen werden beim Aktualisieren der Firmware gespeichert (vorausgesetzt die Funktionen sind als Teil der neuen Firmware verfügbar). Dies wird von Axis Communications AB jedoch nicht garantiert.

Wichtig

Sicherstellen, dass das Produkt während des Aktualisierens an die Stromversorgung angeschlossen ist.

Hinweis

Beim Aktualisieren des Axis Produkts mit der aktuellen Firmware im aktiven Track erhält dieses die neuesten verfügbaren Funktionen. Vor dem Aktualisieren der Firmware immer die entsprechenden Aktualisierungsanweisungen und Versionshinweise beachten. Die aktuelle Version der Firmware und die Versionshinweise stehen unter axis.com/support/firmware bereit.

AXIS Device Manager kann für mehrere Aktualisierungen verwendet werden. Weitere Informationen dazu finden Sie auf axis.com/products/axis-device-manager.

So aktualisieren Sie die Firmware
  1. Die Firmware können Sie kostenlos unter axis.com/support/firmware auf Ihren Rechner herunterladen.

  2. Beim Produkt als Administrator anmelden.

  3. Zu Settings > System > Maintenance (Einstellungen > System > Wartung) navigieren. Die Anleitung auf der Seite befolgen. Nach der Aktualisierung wird das Produkt automatisch neu gestartet.

Technische Probleme, Hinweise und Lösungen

Falls Sie hier nicht das Gesuchte finden, bitte den Bereich "Fehlerbehebung" unter axis.com/support aufrufen.

Probleme beim Aktualisieren der Firmware

Aktualisierung der Firmware fehlgeschlagen

Nach fehlgeschlagener Aktualisierung der Firmware lädt das Gerät erneut die Vorversion. Die häufigste Fehlerursache ist, wenn eine falsche Firmwaredatei hochgeladen wurde. Überprüfen, ob der Name der Firmwaredatei dem Gerät entspricht und erneut versuchen.

Probleme beim Einstellen der IP-Adresse

Das Gerät befindet sich in einem anderen Subnetz

Wenn sich die IP-Adresse des Geräts und die IP-Adresse des zum Zugriff auf das Gerät verwendeten Computers in unterschiedlichen Subnetzen befinden, kann die IP-Adresse nicht eingestellt werden. Wenden Sie sich an Ihren Netzwerkadministrator, um eine IP-Adresse zu erhalten.

Die IP-Adresse wird von einem anderen Gerät verwendet

Trennen Sie das Axis Gerät vom Netzwerk. Führen Sie einen Ping-Befehl aus (geben Sie in einem Befehls-/DOS-Fenster ping und die IP-Adresse des Geräts ein):

  • Wenn Folgendes angezeigt wird: Reply from (Antwort von)<IP address>: bytes=32; time=10... dies bedeutet, dass die IP-Adresse möglicherweise bereits von einem anderen Gerät im Netzwerk verwendet wird. Bitten Sie den Netzwerkadministrator um eine neue IP-Adresse, und installieren Sie das Gerät erneut.

  • Wenn Folgendes angezeigt wird: Request timed out bedeutet, dass die IP-Adresse mit dem Axis Gerät verwendet werden kann. Prüfen Sie alle Kabel und installieren Sie das Gerät erneut.

Möglicher IP-Adressenkonflikt mit einem anderen Gerät im selben Subnetz.

Die statische IP-Adresse des Axis Geräts wird verwendet, bevor der DHCP-Server eine dynamische Adresse festlegt. Wenn daher ein anderes Gerät standardmäßig dieselbe statische IP-Adresse verwendet, treten beim Zugreifen auf das Gerät möglicherweise Probleme auf.

Vom Browser kein Zugriff auf das Gerät möglich

Anmelden nicht möglich

Wenn HTTPS aktiviert ist, stellen Sie sicher, dass beim Anmelden das korrekte Protokoll (HTTP oder HTTPS) verwendet wird. Möglicherweise müssen Sie manuell http oder https in die Adressleiste des Browsers eingeben.

Wenn das Kennwort für den Benutzer „root“ vergessen wurde, muss das Gerät auf die werksseitigen Standardeinstellungen zurückgesetzt werden. Siehe Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen.

Die IP-Adresse wurde von DHCP geändert

Von einem DHCP-Server zugeteilte IP-Adressen sind dynamisch und können sich ändern. Wenn die IP-Adresse geändert wurde, das Gerät mit AXIS IP Utility oder AXIS Camera Management im Netzwerk zu ermitteln. Das Gerät anhand seiner Modellnummer, Seriennummer oder anhand des DNS-Namens (sofern der Name konfiguriert wurde) ermitteln.

Bei Bedarf kann eine statische IP-Adresse manuell zugewiesen werden. Anweisungen dazu, siehe axis.com/support.

Zertifikatfehler beim Verwenden von IEEE 802.1X

Damit die Authentifizierung ordnungsgemäß funktioniert, müssen die Datums- und Uhrzeiteinstellungen des Axis Geräts mit einem NTP-Server synchronisiert werden. Zu Settings > System > Date and time (Einstellungen > System > Datum und Uhrzeit) navigieren.

Auf das Gerät kann lokal, nicht jedoch extern zugegriffen werden

Für den externen Zugriff auf das Gerät wird empfohlen, eine der folgenden Anwendungen für Windows®zu verwenden:

  • AXIS Companion Video Management Software: Kostenlos, ideal für kleine Systeme mit grundlegenden Überwachungsanforderungen.

  • AXIS Camera Station Video Management Software: Kostenlose 30-Tage-Testversion, ideal für kleine bis mittelgroße Systeme.

Auf axis.com/vms finden Sie Anweisungen und die Download-Datei.

Probleme beim Videostreaming

Auf Multicast H.264 kann nur von lokalen Clients aus zugegriffen werden

Prüfen Sie, ob der Router Multicasting unterstützt und ob die Routereinstellungen zwischen dem Client und dem Gerät konfiguriert werden müssen. Möglicherweise muss der TTL-Wert (Time To Live) erhöht werden.

Multicast H.264 wird im Client nicht angezeigt

Prüfen Sie mit dem Netzwerkadministrator, ob die vom Axis Gerät verwendeten Multicast-Adressen für das Netzwerk gültig sind.

Prüfen Sie gemeinsam mit dem Netzwerkadministrator, ob eine Firewall die Wiedergabe verhindert.

Schlechte Wiedergabe von H.264-Bildern

Stellen Sie sicher, dass die Grafikkarte den aktuellen Treiber verwendet. Die aktuellen Treiber können üblicherweise von der Website des Herstellers heruntergeladen werden.

Bildrate niedriger als erwartet

  • Siehe Leistungsaspekte.

  • Verringern Sie die Anzahl der auf dem Clientcomputer ausgeführten Anwendungen.

  • Begrenzen Sie die Anzahl der gleichzeitigen Anzeigen.

  • Prüfen Sie mit dem Netzwerkadministrator, ob ausreichend Bandbreite verfügbar ist.

  • Die Bildauflösung verringern.

  • Die maximale Bildrate hängt von der Netzfrequenz (60/50 Hz) des Axis Geräts ab.

Leistungsaspekte

Achten Sie beim Einrichten Ihres Systems unbedingt darauf, wie sich die verschiedenen Einstellungen und Situationen auf die Leistung auswirken. Einige Faktoren wirken sich auf die erforderliche Bandbreite (die Bitrate) aus, andere auf die Bildrate und einige sowohl auf die Bandbreite als auch die Bildrate. Wenn die CPU-Auslastung ihre Grenze erreicht, wirkt sich dies ebenfalls auf die Bildrate aus.

Die folgenden wichtigen Faktoren müssen beachtet werden:

  • Hohe Bildauflösung und geringe Komprimierung führen zu Bildern mit mehr Daten, die wiederum mehr Bandbreite erfordern.

  • Drehen des Bildes auf der Benutzeroberfläche lastet die CPU des Produkts stärker aus.

  • Der Zugriff von vielen Clients des Typs Motion JPEG oder Unicast H.264 beeinflusst die Bandbreite.

  • Die gleichzeitige Wiedergabe verschiedener Videostreams (Auflösung, Komprimierung) durch mehrere Clients beeinflusst sowohl die Bildrate als auch die Bandbreite.

    Wo immer möglich, identisch konfigurierte Videostreams verwenden, um eine hohe Bildrate zu erhalten. Videostreamprofile werden verwendet, um identische Videostreams sicherzustellen.

  • Der gleichzeitige Zugriff auf Videostreams des Typs Motion JPEG und H.264 beeinflusst sowohl die Bildrate als auch die Bandbreite.

  • Die intensive Verwendung von Ereignissen beeinflusst die CPU-Auslastung, die sich wiederum auf die Bildrate auswirkt.

  • Die Verwendung von HTTPS kann, besonders beim Streaming im Format Motion JPEG, die Bildrate reduzieren.

  • Intensive Netzwerknutzung aufgrund mangelhafter Infrastruktur beeinflusst die Bandbreite.

  • Die Wiedergabe auf schlecht arbeitenden Clientcomputern verringert die wahrgenommene Leistung und beeinflusst die Bildrate.

  • Mehrere gleichzeitig ausgeführte ACAP-Anwendungen (AXIS Camera Application Platform) können die Bildrate und die allgemeine Leistung beeinflussen.

  • Das Verwenden von Paletten beeinflusst die CPU-Auslastung, die sich wiederum auf die Bildrate auswirkt.

Technische Daten

LEDs

LED-StatusanzeigeBedeutung
Leuchtet nicht

Anschluss und Normalbetrieb.

Grün

Anschluss und Normalbetrieb.

Gelb

Leuchtet beim Start. Blinkt während Firmware-Aktualisierung und Wiederherstellung der Werkseinstellungen.

Gelb/rot

Blinkt gelb/rot, wenn die Netzwerk-Verbindung nicht verfügbar ist oder unterbrochen wurde.

Rot

Aktualisierung der Firmware fehlgeschlagen.

Einschub für SD-Speicherkarte

HINWEIS
  • Gefahr von Schäden an der SD-Karte. Beim Einsetzen oder Entfernen der SD-Karte keine scharfen Werkzeuge oder Gegenstände aus Metall benutzen und keine übermäßige Kraft anwenden. Setzen Sie die Karte per Hand ein. Das Gleiche gilt für das Entfernen.
  • Gefahr von Datenverlust und Beschädigung von Aufzeichnungen. Die SD-Karte darf nicht entfernt werden, während das Produkt in Betrieb ist. Erst die SD-Karte über die Produktwebseite trennen, dann ausbauen.

Dieses Axis Produkt unterstützt Karten des Typs microSD/microSDHC/microSDXC.

Für Empfehlungen zu SD-Karten siehe axis.com.

Die Logos microSD, microSDHC und microSDXC sind Marken von SD-3C, LLC. microSD, microSDHC und microSDXC sind in den USA und/oder anderen Ländern Marken oder eingetragene Marken von SD-3C, LLC.

Tasten

Steuertaste

  • Zur Lage der Steuertaste, siehe Produktübersicht.
  • Die Steuertaste hat folgende Funktionen:
  • Zurücksetzen des Produkts auf die Werkseinstellungen. Siehe Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen.

  • Anschluss an einen AXIS Video Hosting System Service. Siehe . Halten Sie zum Verbinden die Taste für ca. 3 Sekunden gedrückt, bis die Status-LED-Leuchte grün blinkt.

Anschlüsse

Stromanschluss

Anschluss zum Anschließen eines Netzteils (Wechselstrom/Gleichstrom).

Netzwerk-Anschluss

RJ45-Ethernetanschluss mit Power over Ethernet (PoE).

Mehrfachanschluss

  • Anschlussleiste für externe Geräte:
  • Audio-Geräte

  • Eingabe-/Ausgabegeräte (E/A)

  • DC-Stromversorgung

Zum Anschließen externer Geräte ist ein Axis Mehrfachkabel erforderlich, um die IP-Schutzklasse des Produkts zu gewährleisten. Weitere Informationen finden Sie unter Anschlüsse des Mehrfachkabels.

Anschlüsse des Mehrfachkabels
Übersicht Mehrfachkabel
  1. Netzanschluss der Kamera
  2. Mehrfachanschluss der Kamera
  3. Netzanschluss
  4. E/A-Klemmanschluss
  5. Audio-Eingang (rosa)
  6. Audio-Ausgang (grün)

Das Mehrfachkabel weist folgende Anschlüsse auf:

Netzanschluss –
2-poliger Anschlussblock für die Stromversorgung. Die Polarität der Kabel muss nicht beachtet werden. Verwenden Sie eine mit den Anforderungen für Schutzkleinspannung (SELV) kompatible Stromquelle mit begrenzter Leistung (LPS), entweder mit einer Nennausgangsleistung von ≤100 W oder einem dauerhaft auf ≤5 A begrenzten Nennausgangsstrom.

Audio-Eingang (rosa) –
3,5-mm-Anschluss für ein Monomikrofon oder ein Monosignal (linker Kanal wird von einem Stereosignal benutzt).
Audio-Ausgang (grün) –
3,5-mm-Audio-Ausgang (Leistungsstufe) zum Anschließen einer Rundrufanlage (PA) oder eines Aktivlautsprechers mit integriertem Verstärker. Für den Audioausgang muss ein Stereo-Stecker benutzt werden.
E/A-Klemmanschluss –
Zur Verwendung mit externen Geräten in Verbindung mit Manipulationsalarmen, Bewegungserkennung, Ereignisauslösung, Alarmbenachrichtigungen usw. Außer dem Bezugspunkt 0 V DC und Strom (DC-Ausgang) besitzt der E/A-Anschluss eine Schnittstelle zum:
  • Digitalausgang – zum Anschluss externer Geräte wie Relais und LEDs. Die angeschlossenen Geräte können über das VAPIX® Application Programming Interface oder über die Produktwebsite aktiviert werden.

  • Digitalen Eingang — Zum Anschließen von externen Geräten, die zwischen geöffnetem und geschlossenem Schaltkreis wechseln können, wie etwa PIR-Sensoren, Tür- und Fensterkontakte sowie Glasbruchmelder.

FunktionKontaktHinweiseTechnische Daten
0 V DC (-)10 V DC
DC-Ausgang2Kann für die Stromversorgung von Zusatzgeräten verwendet werden.
Hinweis: Dieser Kontakt darf nur für den Stromausgang verwendet werden.
12 V DC
Max. Stromstärke = 50 mA
Konfigurierbar (Ein- oder Ausgang)3–4Digitaleingang – Zum Aktivieren an Kontakt 1 anschließen, zum Deaktivieren nicht anschließen.0 bis max. 30 V Gleichstrom
Digitaler Ausgang – Interne Verbindung mit Kontakt 1 (Erdschluss Gleichstrom), wenn aktiviert; unverbunden, wenn deaktiviert. Bei Verwendung mit einer induktiven Last, z. B. einem Relais, muss parallel zur Last zum Schutz vor Spannungsspitzen eine Diode zwischengeschaltet werden.0 bis max. 30 V DC, Open Drain, 100 mA
  1. 0 V DC (-)
  2. DC-Ausgang 12 V, max. 50 mA
  3. E/A als Eingang konfiguriert
  4. E/A als Ausgang konfiguriert